Winteridylle beim Biwakieren

Da in den letzten Tagen noch mehr Schnee gefallen ist und Christian und Andreas bei der letzten Tour Anfang Jänner nicht dabei sein konnte, planen wir kurzerhand noch einen Ausflug in den Nationalpark. Dieses mal jedoch zum Biwakplatz Weißwasser, in der Hoffnung, das dort mehr Feuerholz als in Steyrsteg ist.

Als wir in Windischgarsten eintreffen, um beim Billa noch unsere Vorräte aufzufüllen, verstärkt sich der anhaltende Schneefall massiv. Während wir einkaufen (ca. 10 Minuten), legt sich über mein Auto eine frische 5 cm starke Schneedecke und die Straßen sind Neuschneebedeckt.

img_4713Nach einer kleinen Stärkung fahren wir weiter Richtung Parkplatz Weißwasser (ca. 30 Minuten Fahrzeit). Auf der verschneiten L550 geht es noch halbwegs voran. Als wir dann bei Unterlaussa nach Norden in Richtung Parkplatz Weißwasser abbiegen wird es spannend. Die Straße wird weißer, schmaler und steiler. Nach etwa 2km beschließe ich, die Schneeketten anzulegen.

Kurz nachdem wir an der Mooshöhe bei der Jausenstation Fuxjager vorbei fahren stehen wir an. Die Straße liegt unter einer dicken Schneeschicht begraben – etwa 2km von unserem geplanten Parkplatz entfernt. Wieder einmal wird unsere geplante Wegstrecke verdoppelt – so ist das halt im Winter. Wir parken in der Nähe ein und ziehen unsere Gamaschen und Schneeschuhe an.

Obwohl der Weg leicht bergab geht, ist es mit den Rucksäcken und Schneeschuhen doch anstrengend im Tiefschnee die Spur zu ziehen. Wir werden jedoch mit einer traumhaften Winterlandschaft belohnt – mit fast durchgehendem Schneefall, wenn auch nicht mehr so intensiv wie in Windischgarsten.

Nach etwa 1 Stunde erreichen wir den Parkplatz Weißwasser. Dort suchen wir uns ein geschütztes Plätzchen für eine kurze Rast.

img_2825Nach 15 Minuten geht es weiter in Richtung Biwakplatz Weißwasser. Auf dem Weg dorthin begegnen uns einige Tiere des Waldes. Wir entdecken viele Spuren im Schnee und sehen Gämse und Rehe.
Der Weg wird nicht einfacher und der Schnee immer Höher.

img_4756Nach weiteren 1,5 Stunden erreichen wir schließlich unser Ziel – der Biwakplatz Weißwasser. Als erster inspizieren wir das Feuerholz – gottseidank, es ist genug vorhanden!
Jetzt machen wir uns daran, die Feuerstelle Freizulegen – gut, dass ich meinen Glock Klappspaten dabei habe!

Danach kümmern wir uns um unsere Schlafstätten …

… und zum Schluss kümmern wir uns ums Lagerfeuer und unseren Komfort.

Als Abendessen mache ich mir den Jägertopf mit Rindfleisch und Nudeln von Trek’n Eat. Dazu gönne ich mir ein Gläschen .. ok Titanbecherchen … Big John vom Scheibelhofer! Die Nachspeise spare ich mir, da ich schon sehr gesättigt vom Hauptgericht bin.

img_2861Gegen 22:00 Uhr fallen Andreas und Christian in Ihre Schlafsäcke. Ich bleibe noch etwas länger am Feuer sitzen und genieße die Ruhe. Ich beobachte den Himmel, der gelegentlich ein paar Sterne frei gibt und genieße das immer kleiner werdende Feuer … bis auch meine Augenlider schwer werden und ich mich in meinen dicken Daunenschlafsack verkrieche.

In der Nacht sinken die Temperaturen nur auf -3°C. Die geschlossene Wolkendecke und der Schneefall verhindern wohl tiefere Temperaturen in der Nacht.

Wie es manchmal so ist, drückt mir gegen 3:00 Uhr früh die Blase. Aufstehen bei dem Schneefall und dem Tiefschnee juckt mich gar nicht und so probiere ich meine neue Errungenschaft aus: Roadbag- Das Taschen-WC für Männer
Da ich der Sache noch nicht ganz traue, schäle ich mich etwas aus meinem Schlafsack, bevor ich es einsetzte – es funktioniert  sehr gut. Danach schlafe ich durch bis es hell wird.

img_4834Als ich wach werde ist Andreas schon munter und dabei unsere Feuerstelle und Lager vom Schnee zu befreien, der in der Nacht gefallen ist.

Danach entzünden wir das Lagerfeuer und bereiten uns ein nahrhaftes Frühstück zu.

Wir genießen dabei die Winterlandschaft und freuen uns über ein paar Sonnenstrahlen, die kurz durch die Wolkendecke kommen.

Frisch gestärkt brechen wir gegen Mittag den etwas beschwehrlichen Rückweg an, denn dieses mal geht alles sehr kontinuierlich bergauf – und das im Tiefschnee mit unserem Gepäck am Rücken. Natürlich hat es auch wieder zu schneien begonnen! 😉

Als wir am Nachmittag mein Auto erreichen sind wir alle drei froh darüber. Wir befreien das Fahrzeug vom Schnee und fahren zurück nach Windischgarsten. Dort gönne ich mir noch einen typisch österreichischen Snack – ein Leberkässemmerl! 🙂

Eine gelungene – aber auch anstrengende – Wintertour mit Andreas und Christian!

Geschrieben von Michael Mühlberger

Ich tauche mit vorliebe am Attersee, und das mit Trimix und CCR. :)

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